Wie verändert künstliche Intelligenz religiöse Bilder, Praktiken und Vorstellungswelten? Genau dieser Frage widmete sich Ende September die internationale Konferenz God, Human, Machine am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Erfurt — und ich war dabei. Nicht als Teilnehmer, sondern als Fotojournalist. Aber auch als jemand, den das Thema seit dem Studium nicht losgelassen hat.
Religionswissenschaft trifft künstliche Intelligenz: Was die Tagung besonders machte
Drei Tage lang, vom 28. bis 30. September, diskutierten Forschende aus Religionswissenschaft, Anthropologie, Kunstgeschichte und Science and Technology Studies, wie KI-generierte Bilder religiöse Rituale, Praktiken und Lebenswelten beeinflussen. Zwei Keynotes, ein Gespräch mit religiösen Digital-Creators, sieben thematische Panels — das Programm war dicht, die Perspektiven global. Für mich als jemand, der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt auf neuen religiösen Bewegungen studiert hat, war das keine abstrakte Debatte. Die Frage, wie Technik religiöse Imaginationen formt, beschäftigt mich schon lange.
Foto und Kurzvideos für Social Media: Dokumentation zwischen Podium und Pause
Der Auftrag der Universität Erfurt war klar: multimediale Begleitung der Tagung, Fotos für die Dokumentation, kurze Videos für die Social-Media-Kanäle des Seminars. Was das in der Praxis heißt, ist die eigentliche Herausforderung solcher Aufträge — zwischen Keynote und Kaffeepause die richtigen Momente finden, die den wissenschaftlichen Charakter der Veranstaltung zeigen, ohne steif zu wirken. Besonders die Kurzvideos verlangen einen anderen Blick als klassische Eventfotografie: weniger das perfekte Einzelbild, mehr die kurze Geschichte in Bewegung. Dabei war Teamwork entscheidend: Meine Kollegin Elisabeth und ich haben den Auftrag gemeinsam gestemmt — und das hat man dem Ergebnis hoffentlich angemerkt.
Was mich bei internationalen Tagungen wie dieser außerdem immer wieder antreibt: der Blick über den eigenen Tellerrand. Forschungsperspektiven aus Indien, Italien und Griechenland neben deutschen Stimmen zu erleben — das ist genau das, wofür ich Religionswissenschaft studiert habe. Und ein guter Grund, die Kamera auch mal kurz wegzulegen und einfach zuzuhören.






